Frage: In meinem Helium-Lecksuchgerät ist ein Kalibrierleck eingebaut. Wie lange hält das eigentlich?
Antwort: Die Lebensdauer eines Kalibrierlecks kann viele Jahre betragen. Genauso wichtig wie die technische Eignung ist aber auch die Einbindung in das Qualitätswesen.
Hintergrund: Man unterscheidet mehrere Arten von Kalibrierlecks, die auch Testlecks oder normenkonform "Prüflecks" genannt werden. In Lecksuchern eingebaute Lecks haben ein Gasreservoir. Dieses Reservoir ist mit reinem Helium gefüllt. Das Volumen beträgt etwa 200 ml. Der Innendruck dieser Lecks liegt etwa bei Atmosphärendruck. Mit einer typischen Leckagerate von 1,2 · 10-7 mbar · l/s ergibt sich damit eine Lebensdauer von rund 53 Jahren (unter der vereinfachenden Annahme einer konstanten Leckrate während der gesamten Lebensdauer).
Prüflecks mit höheren Leckageraten im Bereich von 10-5 oder 10-4 mbar · l/s werden in größeren Behältnissen und mit erhöhtem Druck befüllt, um eine ausreichende Lebensdauer zu erreichen.
Lecks mit Gasvorrat haben eine definierte Verlustrate. Zusätzlich besteht die Gefahr einer Beschädigung. Daher sollten die Prüflecks in regelmäßigen Abständen überprüft und nachkalibriert werden. Wie groß diese Abstände sind, bleibt dabei aber im Ermessensspielraum des Benutzers. Üblich ist ein Überprüfungsintervall von ein bis zwei Jahren.
Hat man mehrere Helium-Lecksuchgeräte im Einsatz, so kann es vorteilhaft sein, ein "Masterleck" anzuschaffen. Dieses wird sicher aufbewahrt und dient zur Überprüfung der eingebauten Kalibrierlecks. Damit reduziert sich der Kalibrieraufwand bei einer externen Kalibrierstelle auf das Masterleck.
Neben den oben genannten Prüflecks mit Gasvorrat gibt es auch Bauformen ohne Gasvorrat. Diese Typen können leicht verschmutzen und sollten daher in relativ kurzen zeitlichen Abständen regelmäßig überprüft werden.
adixen stellt beide Bauformen von Prüflecks her.