Frage: Hilfe, mein Lecksucher ist verseucht! Was kann ich tun?
Antwort: Möglichst schnell handeln und das Vakuumsystem des Lecksuchers mit heliumarmem Gas durchspülen.
Hintergrund: Das Vakuumsystem von Helium-Lecksuchgeräten ist mit Elastomerdichtungen aufgebaut. Liegt Helium in hoher Konzentration vor, kann das Gas ggfs. in das System eindringen. Sinkt die Konzentration wieder ab, entweicht das Helium langsam, was zu einem erhöhten Untergrundsignal führt.
Aber auch das Öl von Drehschieberpumpen, die inneren Oberflächen der Systeme und die sich darauf befindlichen Schmutzpartikel haben ein "Heliumgedächtnis". Wenn bei der Dichtheitsprüfung eine Verseuchung auftritt, (z. B. durch ein grob undichtes Prüfobjekt oder einen Bedienfehler), sollte das Helium möglichst schnell aus dem Gerät gespült werden, damit es erst gar nicht in die Elastomere eindringen kann.
Je nach geforderter Nachweisgrenze kann dies mit Luft erfolgen oder - bei der Suche nach sehr kleinen Lecks - mit heliumfreiem Stickstoff.
adixen Lecksuchgeräte haben eine automatische Einlassabschaltung. Sie schließt das Testventil selbständig, wenn während des Testzykluses das Signal plötzlich über eine vorgegebene Schwelle ansteigt. Damit wird eine weitere Verseuchung wirkungsvoll verhindert.
Das Gerät sollte sich dann allerdings nicht selbst überlassen werden. Mehrmaliges Belüften mit heliumarmem Gas und anschließendes Evakuieren baut das Untergrundsignal schneller ab, als der bloße Standby-Betrieb. Beim Einbau eines Lecksuchers in eine automatische Vorrichtung sollte deshalb stets auch ein "Entseuchungsprogramm" eingeplant werden. Die Automatik des Lecksuchgerätes kann dazu ggf. abgeschaltet werden.