"Die Dichtheitsprüfung großer Behälter stellt ganz andere Anforderungen als die Serienprüfung von Bauteilen" sagt Günther Piller, Applikationsspezialist Lecksuche bei der infraserv GmbH in Eching bei München. Er überprüft gerade seine Lecksuchausrüstung für den nächsten Feldeinsatz. Neben seinem ständigen Reisebegleiter, dem Helium-Lecksuchgerät ASM 310, packt er noch eine Kleinstahlflasche mit einem Füllvolumen von 0,38 Litern in sein Gepäck.
"Ich arbeite gerne mit diesen Miniflaschen. Zum Einen sind sie handlich und umweltfreundlich, zum Anderen ist die Gasdosierung wesentlich unproblematischer als mit einer großen Flasche. Viele unserer Kunden würden uns das Helium als Prüfgas auch zur Verfügung stellen. Aber deren Flaschendruckminderer sind meistens nicht mit einem Flussregler ausgestattet.
Wenn ich also einen großen Behälter prüfe, bleibt die große Gasflasche am Boden stehen, und ich ziehe einen langen Schlauch mit der Sprühpistole nach oben. Damit habe ich eine große Menge Helium in der Leitung zwischen Flaschendruckminderer und der Sprühpistole.
Wenn ich dann eine Schweißnaht ansprühe, entlädt sich die angestaute Gasmenge schlagartig in den Raum. Ich sprühe also mehr Gas und dazu auch noch unkontrolliert. Dies führt sehr schnell zu einem starken Anstieg des Prüfgasuntergrunds. Da bringe ich lieber meine eigene kleine Flasche mit, die mit einem Druckminderer mit Flussregelung ausgestattet ist. Die Flasche kann man einfach umhängen.
Das Sprühen geschieht aus einem kleineren Gasvorrat und mit einer fein einstellbaren Sprühpistole wie der adixen spray gun, wesentlich exakter, als mit den leider immer noch üblichen Druckluftpistolen. Ganz der Theorie können wir leider nicht folgen, man muss schon etwas mehr sprühen, da die Schweissnähte bei unserem Prüfling ziemlich breit sind. Damit reicht eine kleine Flasche für mindestens drei große Behälter von der Biogasanlage bis zum Luftzerleger."

"Wenn man die Messwerte dokumentieren muss, sind die drahtlosen Fernbedienungen von adixen mit ihrer Messwertspeicherung eine feine Sache“, meint Günter Piller. „Wenn ich die Daten aber nicht aufzeichnen sondern ein Leck nur orten muss, habe ich am liebsten ein rein akustisches Signal. Dazu habe ich mir einen kommerziell erhältlichen Funkkopfhörer etwas modifiziert. Zuerst haben wir nach einem Kopfhörer gesucht, der die folgenden Kriterien erfüllt:
Mit geschlossenen Kopfhörern sind auch in lauten Arbeitsumgebungen Geräusche von außen gut gedämmt. Die Mitarbeiter unserer Auftraggeber werden nicht durch die akustischen Signale der Lecksucher gestört – das könnte bei den maximal 90 dB(A) Schalldruck der Lautsprecher in den adixen-Lecksuchgeräten schon mal passieren. Und mit dem rein akustischen Signal kann auch das Smartphone als drahtlose Fernsteuerung im Auto bleiben. Schließlich sind einige Kunden sensibel in Bezug auf Fotos vom Werksgelände.

Die besten Erfahrungen mit Funkkopfhörern zu einem vernünftigen Preis haben wir mit dem kabellosen Modell SBC HC 8440 von Philips gemacht. Der normale Klinkenstecker ist natürlich nicht zu gebrauchen und wird durch einen 9-poligen Sub-D-Stecker ersetzt. Das Audiosignal kann an einem pin der Druckerschnittstelle abgegriffen werden. Über je einen 8 Ohm-Widerstand wird das Signal zu den Lautsprechern des Stereo-Kopfhörers geführt. Und damit habe ich einen kostengünstigen drahtlosen Kopfhörer mit einer Reichweite von etwa 80 bis 100 Metern – perfekt für meine Anforderungen!"

Haben auch Sie eine Spezialanforderung in der Dichtheitsprüfung? Sprechen Sie mit uns!
Autoren:
Günther Piller
Applikationsspezialist Lecksuche
Infraserv GmbH
Gleiwitzer Str. 8, 85386 Eching
Tel.: 089/319010-43, Fax: 089/319010-50
Dr. Rudolf Konwitschny
Application Support Manager
Pfeiffer Vacuum GmbH, Sales & Service, Wertheim